Auslandsaufenthalt - Erfahrungsbericht

Dublin, Irland 2018

Am Ende unseres zweiten Lehrjahres, ermöglichte uns die Bank ein zweiwöchiges Auslandspraktikum in Irland.

Der europäische Bildungsverband vermittelte uns ein Unternehmen und eine Gastmutter, bei der wir am Samstag Abend ankamen. Helena begrüßte uns mit einem leckeren Abendessen. Das restliche Wochenende verbrachten wir damit, Dublin zu erkunden.

Der Praktikumsbetrieb war ein Geschäft, welcher traditionelle irische Mode und Schmuck verkauft. Unsere Tätigkeiten lagen neben logistischen Aufgaben im Lager, vor allem bei der Beratung und im Verkauf. Außerdem halfen wir bei der Betreuung des Onlineshops.

Gerade durch die Kommunikation mit Mitarbeitern und vor allem Kunden, konnten wir unsere Englischkenntnisse verbessern. Die vielen verschiedenen Dialekte wurden hierbei zu einer großen Herausforderung.

Aufgefallen ist uns dabei, die offene und herzliche Art der Iren. Bei Problemen und Schwierigkeiten halfen uns unsere Kollegen sofort weiter. Auch Empfehlungen für Pubs oder Burgerläden wurden an uns weitergegeben. Durch die zentrale Lage des “House of Ireland” verbrachten wir unsere Mittagspausen hauptsächlich im St. Stephens Green, einem nahegelegenen Park. Nach der Arbeit konnten wir uns Dublin anschauen.

An den Wochenenden besichtigten wir einige Touristenattraktionen. Unter anderem sahen wir uns den Hafen und ein Fischerdorf namens Howth an. Hier hatte man eine tolle Aussicht auf das Meer. Des weiteren machten wir eine Tour durch die St. James Brewery, in welcher das berühmte irische Bier Guinness gebraut und in die ganze Welt exportiert wird. Guinness fällt vor allem durch die dunkle Farbe und den cremigen Geschmack auf. Davon konnten wir uns in der museumseigenen “Gravitybar”, von der man einen Rundumblick über Dublin genießen kann, selber überzeugen.

Im Anschluss an unser Praktikum besuchten wir noch Belfast, Cork und Galway. So konnten wir unser Bild von Irland erweitern.

Nochmal besonders hervorheben möchten wir die Freundlichkeit der Iren. Wir wurden überall herzlich empfangen, man konnte mit jedem reden und wir haben nie einen schlecht gelaunten Iren getroffen. Vor allem abends in den Pubs war die Stimmung immer gut und das Frühstück unserer Gastmutter Helena war sehr umfangreich.

Wir bedanken uns bei allen, die es uns ermöglicht haben, an diesem Projekt teilzunehmen und empfehlen jedem, so eine Erfahrung selbst zu machen.


Malte vom 23. Juli bis 13. August 2017

Während meiner Ausbildung ermöglichte mir mein Unternehmen, die Volksbank Friedrichshafen-Tettnang eG, ein dreiwöchiges Praktikum auf Malta.

An einem Sonntagabend begann die Reise am Flughafen in München für mich. Schon im Flugzeug machte ich die ersten Bekanntschaften mit Italienern, die ebenfalls für geraume Zeit im Ausland arbeiten möchten.
 
In meinem Praktikumsbetrieb der Solaranlagenfirma "Di Natura" wurde mir schnell bewusst, dass die Definition Arbeit auf Malta eine andere ist. Doch auch daran gewöhnte ich mich schneller, als anfangs gedacht.

Die Firma stellte nicht nur die Solarsysteme, Photovoltaikanlagen und Heißwasserbehälter her, sondern installierte diese auch direkt beim Kunden vor Ort. Dort war ich am Empfang tätig. Ich habe Kundenanrufe entgegengenommen, Angebote und Rechnungen erstellt, Verrechnungsschecks ausgefüllt, sowie Post- und Bankdienste erledigt.

Die Zusammenarbeit mit den maltesischen, indischen, ungarischen und italienischen Mitarbeitern war sehr angenehm, wobei die Verständigung in Englisch sowie in Italienisch kein Problem darstellte, da sich jeder Zeit nahm mir alles verständlich zu erklären. Die Herzlichkeit der Kollegen war wirklich eine schöne Erfahrung, die man so in Deutschland nicht immer sofort kennt. Die anfänglichen Sorgen mit der Sprache nicht ganz klar zu kommen, lösten sich somit auch im Nu auf. Auch das Zusammenleben in der Gastfamilie, gemeinsam mit elf weiteren Austauschschülern aus Italien, Spanien und Frankreich forderte das Englisch enorm.

Dieses Bild entstand auf der Bootstour in der Blauen Grotte.

Während meines Auslandspraktikums hatte ich natürlich auch genügend Freizeit um das Land und die Menschen näher kennen zu lernen. Am Wochenende machten wir meist größere Ausflüge auf die Nachbarinseln Gozo und Comino, bei der wir die Blaue Lagune besichtigten. Das war ein absolutes Highlight auf meiner Reise. Das türkisfarbene Meer, die Fahrt auf einem kleinen Boot durch die verschiedenen Höhlen war traumhaft schön. Auch verbrachten wir einen Tag in der antiken Stadt Mdina. Dort besichtigten wir die St. Pauls Kathedrale. Auch das Main Gate (Haupttor bzw. Eingangstor von Mdina) war sehr beeindruckend, da es im 16. Jahrhundert erbaut wurde.

Ebenso machten wir eine Bootstour, die uns durch die Häfen von Valletta (die Hauptstadt Maltas) und der Nachbarstadt Sliema führte. Dort verbrachten wir unsere meisten Abende, da dort die Bars direkt am Meer sind. An unserem letzten Tag besuchten wir noch die Blaue Grotte im Süden von Malta, diese zeigte uns nicht nur das türkisfarbene Wasser in den Höhlen sondern auch die Blaualgen.

Ich würde einen solchen Auslandsaufenthalt jederzeit wieder unternehmen, da ich nicht nur besondere Eindrücke und neue Freunde gewonnen habe, sondern auch die Unsicherheit im Umgang mit einer fremden Sprache abgelegt habe.


Nordirland vom 25. Juni bis 10. Juli 2016

Unser Auslandsaufenthalt in Belfast, der Hauptstadt von Nordirland dauerte zwei Wochen. Wir wohnten bei der Familie Mullan am Stadtrand von Belfast.

Die Menschen in Nordirland sind sehr herzlich und sehr gesprächig. Wenn wir in einer Bar oder einem Restaurant waren, wurden wir oft gefragt, woher wir kommen und was wir während des Aufenthaltes in Nordirland so machen.

Die Nordiren mögen Deutschland und vor allem auch den deutschen Fußball. Als wir in einer Bar während der Europameisterschaft waren und die irische Mannschaft spielte, merkte man den Zusammenhalt und die Begeisterung für Sport aber auch für ihre Nation sehr deutlich.
Das abendliche gemütliche Zusammensitzen in einer Bar scheint den Nordiren auch sehr wichtig zu sein. Dabei werden schnell Gesprächsthemen gefunden, an denen sich dann alle Gäste sehr lebendig beteiligen. So wurden auch schnell neue Bekanntschaften geschlossen.

Die Nordiren sprechen sehr schnell und mit einem starken irischen Akzent. Deswegen fiel es uns anfangs schwer die Menschen zu verstehen.

Bei einer Sigthseeingtour durch Belfast haben wir einige historische Informationen erhalten und verschiedene Sehenswürdigkeiten wie das Titanik-Museum gesehen. Was bei der Sigthseeingtour aber auch bei Gesprächen mit den Menschen immer wieder angesprochen wurde, war die Teilung von Belfast durch die evangelische und römisch-katholische Kirche. Früher war die Stadt in verschiedene Regionen, je nach Religionszugehörigkeit, untergliedert. Das hatte zu einigen Konflikten („Trubles“) geführt.

Heute ist das nicht mehr so, allerdings sieht man an Hand der Häuserfassaden bis heute, welche Religionen/ Stadtteile zu den Unterdrückten und damit den Armen gehörten. Die Nordiren zieren ihre Häuser oft mit der nationalen Fahne. Sogar ganze Straßen sind mit Girlanden der britischen Fahne dekoriert.

Wir drei haben alle in unterschiedlichen Betrieben gearbeitet:

Niklas Wensing war in einer Immobilienvermittlung, in der er zu vielen Haus- bzw. Wohnungsbesichtigungen mitgehen durfte. In dieser Zeit waren außerdem viele Eigentümerwechsel, da die Mietverträge meist nur ca. 2 Jahre laufen. Er nahm deshalb viele Schlüssel etc. entgegen und sortierte diese.

Julia Leibinger arbeitete im Back-Office eines Ärztehauses, in der sie verschiedene Aufgaben und Tätigkeiten, wie zum Beispiel die tägliche Bearbeitung der Eingangspost und die Ablage von Patientenakten durchführte. Ich durfte unter anderem auch die Kollegen an der Rezeption begleiten und die Kollegin beim Eye-Screening unterstützen.

Michael Willauer war in einem Betrieb, in dem fast alles gemacht wurde. Von einer großen Lagerhalle bis hin zur Arbeitsvermittlung wurde alles gemacht. Die Hauptaufgaben von ihm waren Aufgaben in der Finanzabteilung. Es wurden von ihm z.B. Rechnungen sortiert, aber auch Bewerbungen in ein bestimmtes System eingepflegt.

Da wir alle nur 2 Wochen in den Betrieben waren, haben wir leider, aber verständlicherweise, nicht viele Aufgaben erledigen können. Trotzdem konnte man vieles über die Menschen und die Kultur dort lernen und mitnehmen.